Löbau, Altmarkt 3 (81.) -  Bretschneider-Haus, 1862 abgebrannt, neu erbaut 1865, saniert 2016.
Hier wohnte Bäckermeister Friedrich August Bretschneider,
geb. 13.02.1805 in Delitzsch, gest. 22.07.1863 in Löbau,
Erbauer des Gusseisernen Turmes auf dem Löbauer Berg.
siehe auch > Bretschneider-Gedenkstätte auf dem Alten Friedhof

siehe auch > Bretschneiderhaus vor der Sanierung 
Bildquelle: Löbauer Journal, Heft 9

Am 20. Juli 1862 kam es im Haus des Bäckermeisters und Turmerbauers Friedrich August Bretschneider nachmittags in der 6. Stunde zu einem Brand, der rasch auf andere Häuser, hauptsächlich in Richtung Eichelgasse, übergriff. Begünstigt wurde dies durch die überwiegend hölzerne Bauweise der Gebäude und das langsame (was für damalige Zeiten durchaus verständlich war) Eintreffen von Feuerspritzen.
Zuerst erfassten die Flammen das benachbarte Dehne´sche Haus, dann das Grohmann´sche. 
Sie übersprangen die Eichelgasse und dadurch kam auch noch das Haus des Seifensieders Lehmann jun. zu Schaden.
Da die Löbauer Feuerspritzen allein der Glut nicht Herr werden konnten, rückten die Gemeinden Ebersdorf, Kleinschweidnitz, Kottmarsdorf, Dürrhennersdorf, Ober- und Niedercunnersdorf, Großschweidnitz, Lawalde und Ottenhain ebenfalls mit Löschgerät helfend an, sodass die Flammen nach etlichen Stunden unter Kontrolle gebracht werden konnten.

Ab ungefähr der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es wegen des organisierteren Löschwesens keine größeren Stadtbrände mehr.

Arnd Krenz

siehe auch > Historische Stadtbrände in Löbau
 

Charakteristisch für das Bretschneider-Haus sind die gewölbten Fensterscheiben

 

Zwei Etagen tief geht es im Bretschneider-Haus in den Keller

Friedrich August Bretschneider jr. (Sohn des Bäckermeisters) 
eröffnet am 17. Dezember 1865 in der I. Etage des neu erbauten
Hauses, Altmarkt 3, eine Restauration.
Bretschneider jr. verstirbt am 17. März 1899.
Quelle: Stadtarchiv Löbau