Löbau, Körbigsdorf - ehemalige Steinschleiferei H. A. Kloß, Görlitzer Straße,
 jetzt Laubaner Straße 39 (DUSSA, Kfz-Service)

 
Löbau-Körbigsdorf. Ehem. Mühle, später Granitwerk. Ab 1930 mit Kohlenhandel.
Foto: Günter Rapp, 25. Juni 1989
 

Löbau, Görlitzer Straße 39 - Granit- und Syenit-Werke Hedwig Agnes Kloss
 
In der DDR-Zeit - Werbeabteilung der Konsumgenossenschaft Kreis Löbau
 
H. A. Kloss, Löbau
 

Löbau, Görlitzer Straße 39 - H. A. Kloss, Kohlenhandel, 1930

 
Die Körbigsdorfer Mühle
wurde 1448 im Löbauer Geschoßregister genannt und hieß früher Knaufmühle und im 18. und 19. Jahrhundert Schüllermühle. Sie war bereits in der ersten Hälfte
des 17. Jahrhunderts Ölmühle bevor sie Walk -und Mahlmühle wurde.
 
1839 baute Joh. Gottlieb Heinrich auf dem Mühlengelände das Gasthaus "Stadt Warschau", später umbenannt in "Stadt Görlitz".
 
Von 1840 - 1884 gehörte die Mühle der Familie Reichel. 
In dieser Zeit wurden eine Scheune, eine Gedingewohnung und ein Fabrikschornstein errichtet, 
eine Backstube angebaut, ein Dampfkessel eingebaut und die Mahlmühle verlängert.
 
1884 brannte die Mühle ab und wurde sofort wieder aufgebaut von Hedwig Agnes Kloß, geb. Reichel.
In dem Neubau wurde unter dem Namen H. A. Kloß eine Steinschleiferei und Zwirnerei eingerichtet.
Die Steinschleiferei wurde 50 Jahre darin betrieben (1884-1934).
Hier wurden u. a. der Obelisk und das Kaiser-Wilhelm-Denkmal im Siegeshain hergestellt.

1924 wurde anstelle der beiden Wasserräder eine Francisdoppelturbine eingebaut.

Als Mühle hatte die alte Knaufmühle hunderte von Jahren bis 1884 gedient.
(Information von Jürgen Hönicke)
 
Anzeige in Adressbuch Löbau, 1922
 

Granit- und Syenit-Werke Hedwig Agnes Kloss - Briefkopf, 1918

F. W. Reichel sen. übergibt das Mühlengeschäft an den Sohn F. W. Reichel jun., 1868