Bismarck-Eichen in Löbau www.loebaufoto.de/
Brunnenstraße
Eiche (Quercus robur) 
an der Brunnenstraße, 
gepflanzt am 1. April 1895.
Stammumfang, Mai 2007: 2,65 m
Foto: Mai 2005
 
Sächsischer Postillon, 1. April 1915, No 75:
Löbau besitzt bereits eine Bismarckeiche 
Am 1. April 1895, am 80. Geburtstage Bismarcks, hatte der damalige Besitzer der "Funkenburg", Herr Heinrichs, auf seinem Grunde eine Eiche gepflanzt, die in den seitdem verflossenen 20 Jahren kräftig herangewachsen ist und sich schön ebenmäßig entwickelt hat; sie steht auf dem nunmehr der Stadt gehörenden Grasplatze zwischen dem Teiche und dem Bache, in der Nachbarschaft je zweier Weiden und Pappeln, also an dem Wege, der die Tausende von Bergbesuchern an ihr vorüberführt.
 
 
Graf Otto von Bismarck (1815-1898), 
Fürst von Bismarck-Schönhausen, Herzog von Lauenburg.
Otto von Bismarck war der bedeutendste deutsche Staatsmann und Politiker des 19. Jahrhunderts. Sein Wirken prägte die deutsche und europäische Geschichte weit über sein Leben hinaus.
Sein Lebenslauf: http://www.deutsche-schutzgebiete.de/bismarck.htm
 
 
 



























Siehe auch Bismarkdenkmal am Königsplatz

Jürgen Hönicke entdeckte
im Sächsischen Postillon das verloren gegangene Wissen
über die Existenz der beiden Bismarck-Eichen in Löbau.



Ev. Friedhof
Eiche (Quercus x richteri)
auf dem Ev. Friedhof
gepflanzt am 1. April 1915.
Stammumfang, Mai 2007: 2,95 m
Fotos: Mai 2007
 
Gedenkstein an der Bismarckeiche - 1. April 1915 -
 

Sächsischer Postillon, 2. April 1915, No 76:
Weihe einer Bismarckeiche auf dem neuen Friedhof. Es hat schon einen Gedenktag von großer nationaler Bedeutung für das deutsche Volk gegeben. Die Völkerschlacht bei Leipzig, im Jahre 1813 war 1913 Veranlassung zur Pflanzung eines Gedenkbaumes auf dem vorderen freien Teile des neuen Friedhofs.
Heute pflegt die Kirchengemeinde die schöne Sitte aufs neue. Eine Bismarckeiche wurde heute Mittag (1. April 1915) zwischen 12 Uhr, wo das Festgeläut der Kirchenglocken aus Anlaß des 100. Geburtstagesdes ersten Reichskanzlers einsetze, und 12.45 Uhr, auf dem gleichen Teil des Friedhofs geweiht. IhrPlatz befindet sich nahe der Mauer auf der Seite nach dem neu entstehenden Heim des Evangel.-luth.Jungmännervereins zu. Klein war in Rücksicht auf die Zeit zwar die Zahl der Teilnehmer, aber dieschlichte Feier darum nicht minder wirkungsvoll. Ein Kinderchor unter Herrn Kantor Clemens' Leitung sang zunächst "Wie könnt ich dein vergessen", und Herr Pastor Primarius Wallenstein knüpfte an diese Worte die inhaltreiche Weiherede an. Mit einem Weihespruch klang die Rede aus und es ertönten zwei Verse des Liedes, das man besonders gestern und heute in ganz Deutschland als Zeichen seiner
unauslöslichen Zusammengehörigkeit als Trutzlied singt, das "Deutschland, Deutschland über alles", hinaus in den prächtigen, sonnigen Frühlingstag. 
Gebe Gott, so hatte der Herr Pastor Primarius hoffnungsvoll geschlossen, daß wir uns bald wieder an der gleichen Stelle versammeln können, aus Anlaß der Weihe einer Friedenseiche. Möge diese Zeit nicht mehr fern sein in Hinblick auf die
furchtbaren Kriegsopfer.