Großschweidnitz bei Löbau - Blick auf die ehemalige "Engelei"
Der Volksmund schuf den Namen "Engelei" weil der Besitzer der Fabriken ein Engländer (Schotte) war
 
Duncan´s Leinenindustrie AG, Gross-Schweidnitz in Sachsen - Ansichtskarte, um 1910
 
Der Schotte Surr William Duncan betrieb von 1856 bis
1870 eine Leinengarnbleiche und Leinengarnhandel in Rawda bei Leeds in England.
Da er überwiegend nach Deutschland lieferte beschloss er eine Fabrik in 
Deutschland - in Großschweidnitz - zu errichten.
Sir William Duncan  gründete in den Jahren 1869/70 in Großschweidnitz den Betrieb "Duncan´s Leinenindustrie".
Bis zum 1. Weltkrieg erreichte der Betrieb sein höchstes Wachstum mit fast 600 Beschäftigten.
In der Weltwirtschaftskriese gelang es der Konkurrenzfirma Gruschwitz aus Neusalz/Oder die Aktienmehrheit der Duncan AG und damit das Entscheidungsrecht über den Betrieb zu erhalten.
Nach 1945 wurde die Firma in sozialistisches Eigentum überführt und an das Kombinat "Hirschfelder Leinen- und Textilindustrie" angegliedert.
1990 wurde der Betrieb geschlossen (wurde Treuhandvermögen) und 1995 - 96 fast vollständig abgerissen.
Quelle: Festchronik 700 Jahre Großschweidnitz, 2006