Großschweidnitz - das 1907 erbaute Duncan-Fabrikgebäude wurde 2013 saniert
 
Angushof Göbel investierte in das Fabrikgebäude
 

Großschweidnitz, "Engelei" - Werkteil von Duncan´s Leinenindustrie AG, erbaut 1907
in Nähe der Bahnstation Niedercunnersdorf vor der Sanierung.
Villa Duncan > hier
Foto: 20. April 2005

Ansichtskarte, 1910

Ansichtskarte, 1926

August-Bebel-Straße

Briefkopf, 1906

Werksansicht, um 1910

 
Werksansicht, um 1920
Auf den Feldern im Hintergrund ist die Leinen-Bleiche zu sehen. Villa Duncan > hier

Lith. Druck Carl Boes, Zittau
 

Großschweidnitz - Duncan´s Leinen-Industrie,  Leinen-Bleiche, 1909

Großschweidnitz - Duncan´s Leinen-Industrie A.G., 1909

Ansicht mit Verwaltungsgebäude (links), erbaut 1916

Das Verwaltungsgebäude mit Dachpavillon

 

1916 - Relief am Verwaltungsgebäude

Fotos: P. Emrich, April 2005

Aktie 300 Reichsmark, 1929

Der Schotte Surr William Duncan betrieb von 1856 bis
1870 eine Leinengarnbleiche und Leinengarnhandel
in Rawda bei Leeds in England. Da er überwiegend nach Deutschland lieferte beschloss er eine Fabrik in 
Deutschland - in Großschweidnitz - zu errichten.
Sir William Duncan  gründete in den Jahren 1869/70 in Großschweidnitz den Betrieb "Duncan´s Leinenindustrie". Bis zum 1. Weltkrieg erreichte der Betrieb sein höchstes Wachstum mit fast 
600 Beschäftigten.
In der Weltwirtschaftskriese gelang es der Konkurrenzfirma Gruschwitz aus Neusalz/Oder die Aktienmehrheit der Duncan AG und damit das Entscheidungsrecht über den Betrieb zu erhalten.
Nach 1945 wurde die Firma in sozialistisches Eigentum überführt und an das Kombinat "Hirschfelder Leinen- und Textilindustrie" angegliedert. 1990 wurde der Betrieb geschlossen (wurde Treuhandvermögen) und 1995 - 96 fast vollständig abgerissen.
Quelle: Festchronik 700 Jahre Großschweidnitz, 2006
Der Betrieb wurde im Volksmund "Englische Bleiche" und später "Engelei" genannt. Duncan´s Leinen- Industrie - Siegelmarke
 
Anmerkung von Günter Vogel:
Für die Wasserversorgung von Duncans Leinenindustrie wurden auf
Dürrhennersdorfer Flur die Engeleiteiche angelegt. Diese entwässerten das
so genannte "Hutbergwasser" und stellten ein damals ausreichendes Reservoir
für das Brauchwasser der "Engelei" dar.