Erinnerungen des Gefreiten Günter Vogel: 
Mein Grundwehrdienst vom 01.11.1968 bis 30.04.1970
in der Kaserne in Löbau
Text und Fotos: Günter Vogel

 

 - 6 Wochen Grundausbildung
- Vereidigung auf dem ehemaligen Sportplatz (jetzt stehen dort Häuser) an der Georgewitzer Straße 
- Zuweisung in den technischen Zug der chemischen Abwehr des Bataillons zur Sicherstellung der 
   Ausbildung (BSA),

Unterkunft in den Baracken
 
  • Bataillionskommandeur: Oberstleutnant Umbach mit seinen Stabsoffizieren
  • Major Grabsch, mit Spitznamen: Geländemurmel
  • Hauptmann Vergil, mit Spitznamen: Hauptmann Ventil
  • Major Wnetrzak , mit Spitznamen: der schwarze Reiter
  • Zugführer des technischen Zuges: Oberleutnant Henschel mit seinen Unteroffizieren
  • Stabsfeldwebel Schreiber
  • Unterfeldwebel Matthai
  • Unterfeldwebel Reinhold
  • Die EK (Entlassungskandidaten): Gefreiter Grabsch, Gefreiter Kobelt, Gefreiter Poser
  • Die Neulinge: Bürger, Krause, Ludwig, Birke, und ich (Günter Vogel) etwas später kam D. Kammel dazu.
  • Das mittlere Halbjahr (Vize-Ek) mit F. Mauermann und C. Scholze.
  • Weiterhin war im BSA die Panzerkompanie mit Kompaniechef Major Grosty
  • die Kompanie der Truppenluftabwehr (TLA)
  • die Pionierkompanie
  • der Bedienungszug mit den Köchen und Hilfskräften
  • die Mot-Schützenkompanie
  • die Motorradregulierer
  • wehrpflichtige Fußballer der ASG Vorwärts Löbau
Der technische Zug war wie folgt ausgerüstet:
- Schützenpanzerwagen SPW 40 P2
- Duschanlage DA 2S auf G5 mit Duschanhänger und Geräteanhänger mit Tragkraftspritze TS 8
- Kesselwagen ARS 12U auf Lkw SIL
- Lkw G5 - später Lkw Ural
- kleine Duschanlage auf Lkw Robur LO 1800
- Entgiftungsanlage EA 65 auf Robur LO 1800
 

- Z.B. Panzer wurden mit Seifenlauge (Mersolat D) über den ARS 12 U gewaschen.- Die Soldaten reinigten
  sich in der Duschanlage.
- Die Offizierschüler lernten mit dieser Technik die Reinigung von Mensch und Material, welche mit chemischen  Kampfmitteln in Berührung gekommen waren.

 
Die Aufgaben des technischen Zuges der chemischen Abwehr bestand in:
- Der Bereitstellung der Ausrüstungen für die Übungen der Offiziersschüler
- Durchführung von Einsatzfahrten und Feldlager
- manchmal Küchendienst
- Wachdienste (Feuerwehr und Objektwache)
 
Am 21. Juli 1969, zum Tag der Mondlandung, hatte ich Objektwachdienst zu leisten. Zum Zeitpunkt des Aufsetzens der Mondlandeeinheit hatten wir Ruhephase im Wachlokal. Ein Kamerad brachte ein winziges, rotes Radio (war damals beim Wachdienst strengstens verboten) mit ins Wachlokal und so hörten wir Ohr an Ohr liegend die Worte: 'Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed!'. Damals wegen der schlechten Übertragungsqualität schwer zu verstehen – aber ganz stark zu ahnen.
 
Am 30.04.1970 wurden meine Kameraden und ich entlassen.
 
Barackenlager, Bereich der 3. Komp. - Ansichtskarte, 1940
Verlag: E. Wagner Söhne, Zittau i. Sa.