Schloss Wohla

 

Sehenswert - die Figuren auf den Zaunsäulen fanden 2008 wieder ihren Platz

 

Schloss des Rittergutes Wohla,
 jetzt "Hotel garni Schloss Wohla".
Foto: Aug. 2001

 
Baugeschichte des Rittergutes Wohla - Quelle: Gurlitt, 1910
Rittergut, 5,5 km nordwestlich von Löbau.
Bescheidenes Haus mit 7 Fenstern Front, einem Obergeschoß, hohem Walmdach. Die Fenster mit sehr
schlichten Putzumrahmungen. An den Ecken schlichte Lisenen, die statt der Kapitäle ein paar Tropfen
zeigen. Wohl Anfang 18. Jahrhundert.
Vor dem Hause eine Gartenterrasse, die durch ein eisernes Gitter abgeschlossen ist. Dies wird gehalten
von schlanken Granitpfeilern, auf denen je eine 70 cm hohe Sandsteinfigur steht. Diese - 10 Stück -
dürften Nachbildungen nach Figuren der Meißner Porzellanmanufaktur sein: Harlekine, Bauernburschen
und -mädchen, Kaminfeger.
Am Ende des Hofes gegenüber ein ähnliches Gitter mit ähnlichen Figuren, von denen sich 7 erhalten haben. Am Tor eine überlebensgroße Bacchusstatue, gleichfalls in Sandstein.
Dem Schloß gegenüber ein Wohnhaus von bescheidensten Abmessungen, mit einem Austritt über dem Dach , den eine auf  8 Säulen ruhende kuppelartige Haube bedeckt. An der Hofseite ein Balkon mit
schönem gußeisernen Gitter. Darin zwei Füllhörner und Arkanthusrankenwerk. Um 1800.
Reizend sind Stallungen und Scheuern durch Fenster und Tore im Korbbogen, mit geputzten Gewänden,
das mit Stroh gedeckte Dach nach dem Hofe weit vorgezogen.